Projektbesuch Januar 2026

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Montag, 5. Januar 2026

Reisetappe nach Doha

Am 5. Januar haben wir die kalte Schweiz verlassen und sind mit der Qatar Airways nach Doha geflogen. Die 5 1/2-stündige Reise im Airbus A350-900 war sehr angenehm.

Danach waren wir vom genialen Flughafen mit der riesigen grünen Indoor-Oase unter dem eindrücklichen Glaskuppeldach höchst angetan.

Die vorgesehene Aufenthaltsdauer hat sich dort dann von den geplanten 10 Stunden noch etwas ausgedehnt. Kein Problem, da wir diese Zeit neben der Übernachtung im Tippidorf der Oase auch zu weiteren Erkundungen gut gebrauchen konnten.

 

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Dienstag, 6. Januar 2026

Weiterflug und Ankunft in Entebbe

Zuerst hat uns die Weiterreise in einer Boeing 787-8 sicher an unser erstes Reiseziel in Uganda gebracht.

Dort wurden wir durch unsere Freunde von Kikooko abgeholt und zum uns von früheren Aufenthalten bereits besten vertrauten Gorilla Neighbour Guest House gefahren.

 

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Mittwoch, 7. Januar 2026

1. Tag in Entebbe

Der Tag begann mit den langersehnten frischen Früchten.

Anschliessend haben wir das warme Wetter bei einem kleinen Bummel durch die nähere Umgebung genossen, bevor wir zum Mittagessen am Viktoriasee eingeladen waren. Viele angeregte Gespräche und noch viel mehr üppiges Essen liessen die Zeit im Flug vergehen.

Der Start ins neue Jahr ist in Uganda nicht bloss eine Angelegenheit von ein paar Stunden, sondern wird während des ganzen Januars immer wieder zelebriert. So auch an der für uns spontan veranstalteten Neujahrsfeier.

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Donnerstag, 8. Januar 2026

2. Tag in Entebbe

Heute durften wir nochmals einen ruhigen Tag in der Gegend von unserem Guest House verbringen.

Auf das späte Frühstück folgte ein kleiner lokaler Bummel inklusive guten Gesprächen mit bereits bekannten und auch neuen Leuten - und schon war's wieder Mittag.
Bei der Rückkehr haben wir vor unserer Unterkunft diesen "Basar" vorgefunden.

Um authentische Giveaways und Gastgeschenke für die Ferienmesse einzukaufen hat die Reisegesellschaft den Anbieter der betreffenden Artikel gleich vor Ort bestellt.

Bei dieser Gelegenheit konnten wir uns nicht zurückhalten, auch gleich unseren Eigenbedarf zu Sonderkonditionen abzudecken - schliesslich haben wir ja auch je einen leeren Koffer auf unsere Reise mitgenommen ...

Und dann wollten wir uns in Erwartung eines erneut feucht-fröhlichen Abends etwas zur Ruhe legen ...
Bloss ist dann Ivan - ein weitere alter Bekannter, der auch schon bei uns in der Schweiz zu Gast war, aufgetaucht und - wie immer ...

Nach dem Abendessen in der Viktoria Mall ...

... ging der Donnerstag in der Kora Bar sodann in den Freitag über.

 

 

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Freitag, 9. Januar 2026

Transfer nach Kabale

Am Vormittag haben wir das Gorilla Neighbour Guest House gut gestärkt verlassen.

 Zusammen mit Egidius, einem der beiden Hauptverantwortlichen des Kigezi Orphans Projects, haben wir uns auf die Fahrt nach Kampala begeben.

Zuerst einige Kilometer nordwärts auf der gebührenpflichtigen "Express" in Richtung Kampala.
Hier gab es vor allem Werbung für die bevorstehende Präsidentschaftswahl zu sehen.

Unsere Hochrechnung hat ergeben, dass die Anzahl der betreffenden Plakate landesweit die vielzitierte Zehnmillionengrenze locker übersteigen dürfte - und dies, wohlverstanden, bei einer Wahl ohne valable Gegenkandidaten.

Sodann sind wir auf die mehrheitlich - aber auch nicht vollständig - asphaltierte "National" in den African Traffic abgezweigt.

Und da war es dann wieder, das Afrika, wie es uns in den dichter besiedelten Gebieten auf Schritt und Tritt, beziehungsweise auf jeder Radumdrehung begegnet. Viel Kleinst- und Kleingewerbe mit ab und zu auch mal etwas bescheidener Industrie.

Bis zur Eröffnung unseres Guests Houses am Lake Bunyonyi wird dann allenfalls auch die hier begonnene Expressstrasse nach Kabale fertiggestellt sein ...

Mit abnehmender Verkehrsdichte wurde auch die Fahrt durch das grüne, ländliche Uganda mit seiner grossen Pflanzenvielfalt zusehends ruhiger.

Nach etwa einem Drittel der Fahrt sind wir über den Äquator gehüpft und habe uns auf den südlichen Teil der Erdkugel (oder allenfalls auch bloss auf die untere Seite der Erdscheibe) begeben.

Mit steigender Anzahl der Hügel nimmt die Bevölkerungsdichte im südwestlichen Hochland deutlich ab.

Neben Hügeln hat es aber auch viele fruchtbare Flächen, so wie hier in der Nähe des Lake Mburo.
Diese Gegend mit dem See und dem gleichnamigen, (für hiesige Verhältnisse) eher überschaubaren Nationalpark werde ich aber erst anlässlich unsere Projektreise im kommenden Herbst erstmals persönlich besuchen dürfen.

Am frühen Abend sind wir sodann wohlbehalten am vorgesehenen Reiseziel eingetroffen, wo uns Julius, der zweite Hauptverantwortliche des lokalen Projekts, in Empfang genommen hat.

Beim gemeinsamen Nachtessen gabs viel auszutauschen. Sodann fand das Briefing für das Arbeitsprogramm der nächsten vier Tage statt.
Und ja, es gab auch wieder Alkohol - nicht immer ganz einfach, hier einen gesunden Mittelweg zu finden, der allen Erwartungen gerecht zu werden vermag.

Die letzte Amtshandlung am heutigen Tag war dann noch der Zimmerbezug in unserem neuen Zuhause

 

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Samstag, 10. Januar 2026

Meetings und Feierlichkeiten in der Community 

Ob ihr es glauben mögt oder nicht, die aktuelle Reise verlangt uns neben der grossen Befriedigung im Zusammenhang mit unserem Herzensprojekt auch ganz schön was ab.
Hier unser Programm für die nächsten fünf Tage:

Es braucht auch eine gewisse Disziplin, nach "solchen Nächten" morgens um sieben vor dem Frühstück auf unserem Hotelbalkon noch rasch den Reiseblog nachzuführen, bevor wir zu unserem ersten Arbeitstag nach Kigezi aufbrechen.

Nach einem farbenfrohen Frühstück haben wir uns auf den Weg zur Schule begeben.

Dia Fahrt war zum wiederholten Mal sehr eindrücklich. Die nachfolgenden Bilder sind selbstsprechend und vermitteln einen höchst authentischen Einblick in den Lebensraum der Bevölkerung im Einzugsgebiet der Kigezi Community School.

Unterwegs hatten wir Gelegenheit das eine oder andere Dorf und einzelne Siedlungen zu besuchen.

 

Hier sollen in Kürze die Schuluniformen hergestellt werden, welche derzeit von auswärtigen Herstellern, ohne weitere Nutzen aus der Wertschöpfungskette für die Community, stammen.

Weiter hatten wir die Möglichkeit, mit den drei Hauptverantwortlichen des Kigezi Community Projects die konkrete Umsetzung der gemeinsam angedachten Weiterentwicklung zu begutachten. Mit Joseph, dem Ökonomen, Robert, dem Agronomen und Daniel, dem Finanzchef sind wir dabei einmal mehr auf vertraute Unterstützer gestossen, welche wir bereits bei früherer Gelegenheit haben kennenlernen dürfen.

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Im Rahmen der Amazima Farmers Initiative geht es um Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit beim Aufbau von lokale Agrikulturprojekten. Hier waren wir bei einer der mittlerweile bereits vielen Gruppierungen, zu Besuch welche mit einem Ausgangskredit von ca. tausend Dollar ausgestattet wurden. Sie erhalten hochwertige Samen und lernen, im lokalen Gemeinschaftsgarten daraus Gemüsesetzlinge zu ziehen, welche sodann im weiteren Umkreis der Community unter Berücksichtigung der landwirtschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgebraucht werden.

Die Weiterfahrt hat uns dann zur letzten Etappe eines langen, ausgefüllten Tages geführt. Mit Rücksicht auf unseren Terminplan wurde die Graduation der Basisstufe so angesetzt, dass wir trotz Schulferien Teil davon sein durften. Dabei erhalten die jüngsten Lernenden anlässlich einer feierlichen Übergabe ihre Diplome zum erfolgreichen Abschluss der Basisstufe, bevor sie in die Primary School übertreten.

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Im anschliessenden gemütlichen Teil - bei wiederum sehr viel Essen - hatten wir weitere Gelegenheit, uns mit den Verantwortlichen und Mitarbeitenden der Schule auszutauschen.

 

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Sonntag, 11. Januar 2026

Unterwegs in der Region Ruhija

Den heutigen Sonntag haben wir kurz mal zum Arbeitstag umfunktioniert. Deshalb ist Julius mit seinen Kindern anstatt in die Kirche zu uns ins Hotel zum reichhaltighen gemeinsamen Frühstück gefahren.

Anschliessend hat Micha die Kinderbetreuung übernommen ...

und ich habe mit Julius zusammen den für ihn mitgebrachten neuen Laptop aufgesetzt.

Anschliessend sind wir in das erweiterte Einzugsgebiet der Schule aufgebrochen.

Kurzer Zwischenhalt am Bancomaten um 2 Millionen abzuhaben ...

und etwas Zwischenverpflegung für die Reise - weil das Frühstück doch schon volle zwei Stunden zurückliegt

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Einmal mehr sind wir auf der Fahrt an einer der unzähligen Produktionsstätten des lokalen Zaubertranks Enturire, auch "Bier" genannt, begegnet.
Man mische getrocknete Sorghumhirse mit etwas Asche, bereite daraus einen Aufguss, versüsse ihn mit Honig und lasse diesen ordentlich fermentieren ...

Für die Fahrt durch einen Nationalpark mussten wir uns beim Sicherheitscheck registrieren.

Auf schmalen Strassen, entlang der Spuren von Waldelefanten haben wir sodann unser erstes Ziel erreicht.

Bei der Ankunft im Dorf gabs dann doch noch etwas sonntägliche Kirche.

Der Gottesdienst wurde für den Werbeauftritt für die Schule durch unsere Delegation kurzfristig unterbrochen.

Die Botschaft ist offensichzlich angekommen

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Und dann - wie es sich gehört - nach der Kirche das Bier. Für die Fahrt durch unterversorgte Regionen führen wir hinten in der Kühlbox immer eine Notration an NILE mit.

Mit etwas Bier intus ist das Leben oftmals deutlich leichter und entspannter - besonders wenn der Regen kommt und die "Strassen' schmierig werden. Und dennoch dauert die Weiterfahrt dann doch ab und zu etwa länger ...

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Zeitplan einmal mehr am A... Die Weiterfahrt hat uns dann noch durch das Gebiet geführt, in dem wir auf unserer ersten Reise den Berggorillas begegnen durften.

Danach das obligate Cool down und Debriefing bei einem weiteren kleinen Festessen ...

Die darauffolgende Rückfahrt verlief schon fast langweilig und die ausstehende Autowäsche haben wir grosszügigerweise unseren Gastgebern überlassen.
Die langen Reisetage mit den vielen Begegnungen und Gesprächen im babylonischen Sprachengewirr verlangen uns durchaus einiges ab. Somit freuen wir uns auf unsere schon fast allabendliche Teezeremonie. Ja, richtig gelesen: Tee. Auf der aktuellen Reise steht uns der Sinn eher selten nach Feierabendbier und Schlummertrunk.

Na gut, ab und zu mal eine einheimische Zigarette kommt uns durchaus gelegen. Wir sind uns bloss noch nicht ganz im Klaren darüber, ob hier Rauchen als sportlich angesehen wir oder die Botschaft dahingehend zu verstehen ist, dass bloss Affen rauchen.

 

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Montag, 12. Januar 2026

Kaffeeanbau und Weiterverarbeitung

Die abwechslungsreiche Fahrt hat uns bis auf knapp 2'500 Meter über Meer geführt.

Da der Südwesten Ugandas im Vulkanischen Gebiet liegt, ist die Gegend auch in dieser Höhenlage sehr fruchtbar.

Die Natur hat hier mit den Hügeln und Tälern mit vielen Seen in den Senken eine eindrückliche Landschaft hervorgebracht.

Das klare Quellwasser aus der Region Kigezi, dem auch eine heilende Wirkung nachgesagt wird, dürfte wohl sogar das hoch gepriesene Fidschi Wasser in den Schatten stellen.

Die letzte halbe Stunde der gut zweistündigen Fahrt durften wir sogar auf einer richtigen Strasse zurücklegen …

bis und der «African Style» schnell wieder eingeholt hat.

Sodann sind wir bei den Kaffeeproduzenten angekommen und volle sechs Stunden in der Gegend verweilt - sechs weitere, unvergessliche Stunden in Uganda! Aus Smalltalk ist bald einmal Networking geworden.

Hier nun etwas mehr zum Gesehenen, Geschilderten und Erlebten – nicht zuletzt auch anhand der selbstsprechenden Bilder. Bei näherem Interesse werden wir, wie immer, gern auch noch persönlich ausführlicher darüber informieren. Der nahezu ausschliesslich natürliche Anbau- und Verarbeitungsprozess ist gleichermassen facettenreich und anspruchsvoll.

Vom Kuhdung ...

über die Fermentierung ...

zum Biogas, welches für die Energieversorgung der Küche verwendet wird.

Die anfallende Biomasse wird zur Düngung der Kaffeesträucher verwendet.

Aus dem staatlich geförderten, extern bezogenen Saatgut werden in einfachen, aber gut durchdachten Treibhäusern die Setzlinge gezogen,

anschliessend geklont

und für die Auspflanzung vorbereitet.

Sodann haben wir uns am Gemüsegarten vorbei …

auf einen absolut lehrreichen Rundgang durch die Plantage begeben - Biologieunterricht erster Güte

Surprise, surprise - unvermittelt stehen wir am Fischteich. Neben den Fischen findet auch das Wasser betriebsinterne Verwendung.

Die anlässlich einer Haupt- und einer Zwischenernte zweimal jährlich gepflückten Früchte ...

werden als Erstes erlesen, um unreife, grüne Exemplare auszusortieren ...

sodann für einige Stunden gewässert, bis die unbrauchbaren "Floaters" oben auf schwimmen um abgeschöpft zu werden ...

und dann in dem durch die Sonne auf über 45 Grad aufgeheizte Zelt getrocknet.

In diesem Zustand können die Früchte bis zur Weiterverarbeitung nahezu beliebig lange gelagert werden.

Hier wird die von uns bestellte Menge zum einzigen externen Verarbeitungsschritt - dem maschinellen Herausschälen der eigentlichen Kaffeebohnen aus den getrockneten Früchten - in die nahe gelegene Kleinstatt abtransportiert.

Während diesem Prozess haben wir uns zum erstaunlicher- und erfreulicherweise erstmals alkoholfreien späten Lunch oder frühen Dinner verabschiedet.

Nach hereinbrechender Dunkelheit waren sowohl die Kaffeebohnen als auch wir wieder zurück zum einstweilig letzten Verarbeitungsschritt des "Schwarzen Goldes" - dem Aussortieren - auf der Kaffeefarm.

Bohnen, welche zu klein oder zu gross sind, um als Fertigprodukt zu ganzen Bohnen verarbeitet zu werden, enden als Pulverkaffe. Dieser ganze Prozess des "Screenings" erfolgt manuell und nach Augenmass.

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Hier unsere 10 kg der jährlich mit 20 Mitarbeitenden, zu einem für die lokalen Verhältnisse höchst fairen Tageslohn von CHF 2.50, auf einer Fläche von 10 Aren, produzierten 47 Tonnen Kaffee. (Diesen Satz dürft ihr gerne mal auswendig lernen und bei passender Gelegenheit rezitieren ...)

Beim Aussortieren der Kaffeebohnen im Schein der Handylichter wurde ebenso viel geplaudert und gelacht wie anlässlich der heutigen Fahrt in unserem Auto. Da haben wir auch gerne mal ein grosszügiges Trinkgeld springen lassen.

Und wir wissen jetzt, dass wir es auch ohne Alkohol "lutig" haben können ...

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Dienstag, 13. Januar 2026

Schlussmeetings nach dem Besuch unseres Grundstücks am Lake Buyonyi

Nach kurzer Fahrt haben wir einen kleinen Bootshafen am Lake Buyonyi erreicht.

Mit einem kleinen Notvorrat - man kann nie wissen ...

haben wir uns auf unser Boot begeben.

Wie üblich hat uns der Bootsführer unterwegs mit ausreichend lokaler Reiseinformation versorgt.

Der Wave Rider ...

hat uns in einer halbstündigen Bootsfahrt in die Nähe unseres Grundstücks gebracht.

Dieser kleine Hafen ...

liegt etwa 5 Fussminuten entfernt. Der von hier wegführendem Fussweg wird dereinst zu einer Strasse ausgebaut, um die angrenzende Region besser zu erschliessen. Dies und der Umstand, dass die Region rund um den See vom erwarteten allgemeinen wirtschaftlichen und touristischen Aufschwung stark profitieren dürfte, wird uns von einer Fehlinvestition bewahren.

Die künftige Entwicklung könnte in Richtung der nachstehenden Bilder gehen: Anfänglich ein kleines Guest House mit einer kontinuierlichen Entwicklung zur LAKE BUYONYI AMAZIMA LODGE

Sodann auf der Rückfahrt noch etwas "Birdwatching auf Punishment Island" - um diesen zweiminütigen Zwischenhalt noch etwa touristisch auszuschlachten ...

Der Mensch lebt nicht von Bier allein:

Auf dem Rückweg haben wir wegen einer der gegenwärtig vielen Wahlveranstaltungen noch etwas Verspätung eingefahren.

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Vor dem auf den Mittag geplanten Lunch haben wir uns zu einem Meeting im engsten Kreis der Projektverantwortlichen getroffen.

Anschliessend, um genau 17:43, begann unser Mittagessen doch noch.

Damit wurde auch der auf 18:00 festgelegte Termin für das Folgemeeting mit weiteren im Projekt engagierte Personen zur Makulatur. Bald darauf sind aber auch wir im Capricon eingetroffen.

Dieser Runde hat nochmals viel Aufmerksamkeit und volle Konzentration gefordert.

Vor knapp zwei Jahren wurde in die en Räumlichkeiten die Idee des Amazima Community Projects geboren. Daraus hat sich die Amazima Farmers Initiative ergeben, welche bis heute am die 50 Gruppen im weiteren Einzugsgebiet von Kigezi mit einer Anschubfinanzierung und viel Beratung und Betreuung zu einer nachhaltigen Weiterentwicklung befähigt hat. Auch hierüber werden wir sicherlich in einem der nächsten Newsletter berichten.

Dann - knapp zwei Studen nach dem leicht verspäteten Lunch - war das Dinner angesagt, welches wir mit all unseren Kräften verweigert haben. So haben wir uns nach einer ordentlichen Verabschiedung vorzeitig aus dem Staub gemacht - gut versorgt mit einem NILE for the road.

Zurück im Hotel haben wir schon mal mit den Vorbereitungen für den selbstverschuldeten viel zu frühen Aufbruch am nächsten Tag begonnen. Mehr dazu später. Die 10 kg "sortet FAQ" Kaffeebohnen haben wir immerhin schon mal in handliche kleinere Portionen umgepackt.

 

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Mittwoch, 14. Januar 2026

Zurück nach Entebbe

Da wir es verpasst haben, den vorgesehenen Inlandflug zurück nach Entebbe rechtzeitig zu buchen, ging es am nächsten Morgen ein Bisschen früher als geplant los, um in achtstündiger Fahrt rechtzeitig zu unserem nächsten Termin in Kampala zu erscheinen.

Wir haben dort ein Treffen mit Sarah Fluck, einer der beiden Afrikakorrespondenten/innen von Radio SRF vereinbart. Sie hat sich trotz der aktuell hohen Arbeitsbelastung wegen der am kommenden Wochenende einen Termin für uns freihalten können. Wir sind mit ihr bisher bloss in losem Kontakt per E-Mail gestanden, deshalb wollten wir die Gelegenheit zum persönlichen Treffen keinesfalls missen.

Auch während der Fahrt hat uns der Voting Day auf Schritt und Tritt verfolgt.

Und auch als Fahrer musst du dich auf dem Laufenden halten ...

In den nächsten Tagen wird unsere Bildschirmzeit vermutlich deutlich zurückgehen. Während den Wahlen werden hier die Netzwerkverbindungen aus Sicherheitsgründen zeitweise unterbrochen.

Und so haben wir während der Fährt - totes Internet sei Dank - ganz viel über die Hintergründe zum laufenden Wahlspektakel und der aktuellen Situation der politischen und gesellschaftlichen Landschaft Ugandas erfahren. So etwa auch, warum Präsident Yoweri Museveni aus politischer Sicht quasi unsterblich und derzeit der einzig "wählbare" Kandidat ist.

Wir haben in den letzten Tagen aber nicht bloss viel über Uganda erfahren, sondern auch viel über die direkten und indirekten Auswirkungen unseres Projekts vor Ort. Wir sind in den letzten beiden Jahren viel weiter vorangekommen als wir dies aus unserer recht engen und begrenzten Sicht aus der Schweiz mitbekommen haben. Weit über den direkten Support zur momentanen Stabilisierung der Schule hinaus sind wir auch bezüglich unserer mittelfristigen Pläne erfreulich gut unterwegs. Die Stärkung des Umfelds der Schule ist bereits viel weiter vorangeschritten und reicht wesentlich weiter in die Tiefe der Community hinaus, als wir dies erwarten konnten.

In diesem Zusammenhang werden wir dann in einem der nächsten Newsletter auch gerne etwas differenzierter erläutern, weshalb die Hauptorganisation vor Ort eine Namensänderung vorgenommen hat.

Das KIGEZI ORPHANS PROJECT (KOP) heisst ab 1.1.2026 neu

ROOTS OF IMPACT DEVELOPMENT INITIATIVE (RIDI)

Und im Schweizer Projekt werden wir somit nicht mehr ausschliesslich von den Kigezi Orphans sprechen, sondern vermehrt auch von der Kigezi Community.

Mit diesem langen Zwischentext zur Überbrückung der Fahrzeit sind wir zwischenzeitlich bereits wieder in der Region von Entebbe angelangt. Nach einem kurzen Lunch in der uns besten vertrauten Viktoria Mall ...

haben wir uns kurz aufgefrischt und sind sodann Richtung Kampala zum Treffen im fünf Stern Lake Victoria Serena Golf Resort aufgebrochen.

Und dann habe ich mich wieder einmal unendlich ab mir selber genervt: Wegen der Umstellung vom Inlandflug aufs Auto und dem fehlenden Internet habe ich schlicht vergessen, Sarah den Termin zu bestätigen. So mussten wir unverrichteter Dinge wieder vom Resort abziehen

Die dadurch gewonnene Freizeit haben wir dann fleissig genutzt, um noch etwas durch die Umliegenden Strassen des Guest House zu bummeln und unseren Einkaufshunger zu Stillen.

Sodann durften wir unsere Gastgeber noch zum Einkauf zu den Händlern ihres Vertrauens begleiten.

Bei der Rückkehr wurden wir von spontanem Besuch auf dem Balkon unseres Zimmers im Guest House erwartet.

Am Abend haben wir schliesslich noch John zum gemeinsamen Dinner getroffen. Ihn haben wir auf unserer ersten Reise im Jahr 2023 kennen gelernt. Er war höchst erfreut über die für ihn mitgebracht Fotokamera und das ihm persönlich gewidmete Fotobuch einer kleinen Tour durch die Bündner Berglandschaft

Ausser hier in Entebbe am See waren die Mücken auch auf dieser Reise nie wirklich ein Thema. Also haben wir ihnen an diesem Abend noch eine letzte Chance gegeben.

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Nach der Verabschiedung von John und einer letzten Nacht im Gorilla Neighbour stand leider bereits der Abreisetag unserer dritten Ugandareise an.

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Donnerstag, 15. Januar 2026

Der Abreisetag

Wie man in Afrika packt ...

ist uns zwar hinlänglich bekannt, dennoch mussten wir uns so langsam Gedanken darüber machen, wie wir all unseren "Stoff" einigermassen regelkonform nach Hause zurückbringen würden.

Nach vollbrachter Packerei noch ein kurzer Lunch mit Warren, den wir in einigen Tagen bereits wieder an der Ferienmesse in Bern wieder antreffen werden und Alex, unserem Guide auf der ersten Tour 2023

Der anschliessende Flug nach Doha verlief ruhig und problemlos. In Katar hatten wir sodann nach zwei Tagen ohne Internet wieder Netzwerkverbindung und konnten während unseres dreistündigen Aufenthalts einige der aufgelaufenen Pendenzen erledigen.

Die zweite Etappe durften wir wiederum im von uns sehr geschätzten Airbus A350-900 der Qatar Airways - inklusiv Starlink Highspeed Internet während des ganzen Flugs - zurücklegen.

 

Herzlichen Dank an alle, die unsere Reise mitverfolgt haben und unser Projekt in irgendeiner Weise unterstützen.

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Für ausführlichere Informationen stehen wir jederzeit - auch persönlich - zur Verfügung.

 

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